Naturnahe Gartenplanung

Einen eigenen Garten zu haben ist für viele Menschen von besonderem Wert. Im Garten finden wir seelischen und körperlichen Ausgleich, Ruhe und Entspannung. Wir erfreuen uns am Grün, an Farben und Düften, nutzen ihn als erweitertes Wohnzimmer für geselliges Beisammensein, als Spielzimmer für unsere Kinder und als Nutzgarten zum Anbau von eigenen Kräutern, Obst und Gemüse.

Blühender Garten (Foto: Johanna Huber)

Gartengestaltung

Die räumliche Gestaltung eines Gartens richtet sich insbesondere nach den verschiedenen Funktionen, die der Garten für den Nutzer haben soll, aber auch nach Geländehöhen, vorhandenen Gehölzbeständen, der Ausrichtung der Gebäude, Himmelsrichtungen, Bodenverhältnissen, umgebenden Nachbargrundstücken und den ästhetischen Wünschen des Gartenbesitzers an Stil und Form.

Eine gute Gartenplanung beginnt mit der Einbeziehung sowohl der Gebäudearchitektur als auch der Umgebung der Freiflächen. Größte Bedeutung kommt hier der Planung und Anlage einer attraktiven, standortgerechten und dauerhaften Bepflanzung zu.

Bei der Planung des Gartens spielen viele Elemente eine entscheidende Rolle und wollen daher gut überdacht sein:
Sitzplätze, Wegeverbindungen, Belagsmaterialien, Terrassierungen, Sicht- und Windschutzelemente, Einzäunung, Wasseranlagen, Regenwassernutzung, Nutzgarten, Obstspaliere, Kompostplatz, Spielbereiche, Naturbereiche und als Hauptelement natürlich die Bepflanzung mit Bäumen, Sträuchern, Kletterpflanzen, Stauden, Sommerblumen und die Anlage von Rasen- und Blumenwiesenflächen.

Lebendige Vielfalt statt tote Steinwüste

Immer häufiger entstehen in unseren Dörfern und Städten vermeintlich pflegeleichte Kies- und Schottergärten, in denen nur vereinzelt einige immergrüne Formgehölze wachsen dürfen. Hier finden wir weder gestalterische Vielfalt noch geeignete Lebensbedingungen für Tier und Pflanze.

Wir dürfen die ökologische Funktion unserer Gärten als wichtigen Lebensraum für Kleintiere, Insekten und Pflanzen nicht unterschätzen. Jeder von uns hat eine Verantwortung für die Natur!

Im naturnahen und umweltgerechten Garten steht die Vielfalt im Vordergrund. Die Anlage und Pflege eines naturnahen Gartens bedeutet dabei jedoch nicht, der Natur überall freien Lauf zu lassen. Ein Garten ist immer ein Stück kultivierte gepflegte Natur. Aber warum nicht einmal einen Teil des Rasens als Blumenwiese wachsen lassen oder in einem weniger genutzten Bereich ein Totholz-Biotop bauen. Sie werden erstaunt sein, wie wenig Pflegeaufwand hier oft nötig ist.

Bäume im Garten

Bäume sind Lebewesen, die bis zu 1.000 Jahre alt werden können. Als "Grüne Lungen" in unserer Umgebung sind sie unersetzlich. Sie produzieren Sauerstoff, erhöhen gerade an heißen Sommertagen die Luftfeuchtigkeit, setzen die Temperaturen herab und spenden Schatten. Lasst uns also gesunde alte Bäume in unseren Gärten erhalten und neue Bäume für die Zukunft pflanzen!

Dokumente zum Download

Unsere Kreisfachberatung stellt hier Artenauswahllisten für verschiedene Pflanzen zur Verfügung:

Weitere Informationen zum Thema