Schädlinge und Krankheiten

Mit der Globalisierung gelangen immer mehr Schädlinge, Krankheiten und Neophyten aus aller Welt nach Europa und breiten sich begünstigt durch die Klimaerwärmung immer stärker aus. Ein Teil dieser Schaderreger kann massive Schäden an Pflanzen verursachen.

Apfel mit Wurm (Foto: Katrin Pilz)

Für den Menschen gefährliche Schädlinge und Neophyten

Allen voran ist hier der Eichenprozessionsspinner zu nennen, der sich durch die immer wärmer werdenden Jahreszeiten vor allem im Frühjahr und Sommer nun auch bei uns ausgebreitet hat. Die Raupen verursachen mit ihren Brennhaaren beim Menschen stark juckende allergische Hautreaktionen, Augenentzündungen und Atemwegsreizungen, die bis zur Atemnot führen können. Um die weitere Ausbreitung und gesundheitliche Probleme für den Menschen zu verhindern, müssen die Raupen und ihre Gespinstnester unbedingt entfernt und entsorgt werden.

Neophyten sind zugewanderte Pflanzen, die sich durch einen starken Ausbreitungsdrang auszeichnen und je nach Pflanzenart auch zu starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen für den Menschen führen können. Hierzu zählen die Beifuß-Ambrosie (meldepflichtig!) und der Riesen-Bärenklau.

Schadinsekten, Pilze und Bakterien an Bäumen und Sträuchern

Unsere Bäume und Sträucher haben mit zahlreichen Schadinsekten, Pilzen und Bakterienkrankheiten zu kämpfen, von denen manche, wie z. B. die Traubenkirschen-Gespinstmotte keine große Gefahr für die Vitalität der Gehölze darstellen. Andere können jedoch, wie z. B. der Asiatische Laubholzbock (meldepflichtig!) oder der Buchsbaumzünsler, ganze Bestände vernichten.

Pflanzenschutz im Obst- und Gemüseanbau

Im Obstbau ist derzeit die Kirschessigfliege auf dem Vormarsch, die gesunde, beerenartige und weichschalige Früchte wie Kirsche, Aprikose oder Weintraube befällt. Daneben hat man mit den alten Bekannten, wie Frostspanner, Apfelwickler oder Mehltau zu tun. Oft kann man durch die richtige Sortenwahl schon einem Befall durch Mehltau, Schorf oder Feuerbrand vorbeugen. Im Gemüseanbau haben wir ebenso mit zahlreichen Schädlingen, wie Kohlfliege, Spinnmilbe und Blattläusen, zu tun.

In vielen Fällen helfen kulturtechnische, mechanische und biologische Maßnahmen zur Eindämmung bzw. Bekämpfung des Krankheits- und Schädlingsbefalls. Dazu gehören u. a. eine geeignete Arten- und Sortenauswahl, die fachgerechte Ernährung und Pflege der Pflanzen sowie der Einsatz von Nützlingen.

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